Feinstaub

Als Basis für die Bachelorarbeit dienen die PM10 Feinstaubdaten des Bundeslands Hessen. Unter Staub versteht man die in der Atmosphäre verteilten festen Teilchen, die zum natürlichen Bestandteil der Luft gehören. Das Gemisch aus festen und flüssigen Partikeln wird abhängig von der Größe in unterschiedliche Klassen eingeteilt. Unterschieden wird zwischen PM10 mit einem maximalen Durchmesser von 10 µm, PM2.5 mit einem Durchmesser von weniger als 2,5 µm und ultrafeinen Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 µm. Der Begriff Feinstaub fasst primär emittierten und sekundär gebildeten Feinstaub zusammen, Letzterer entsteht durch die Gas-zu-Partikel Umwandlung. Die vier Hauptquellen für primären Feinstaub sind Verbrennung von Treibstoffen, Industrieverarbeitungsprozesse, nicht-industrielle Quellen, ebenso wie Erosion durch Wind und aufgewirbelten Staub. Eine weitere wichtige Quelle ist die Landwirtschaft. Die Tierhaltung als auch die Emission gasförmiger Vorläuferstoffe trage zur sekundären Feinstaubbildung bei.

Gesundheitliche Risiken

Feinstaub dringt auf Grund seiner geringen Partikelgröße in den menschlichen Organismus ein und wirkt als Fremdkörper. Die Schädlichkeit des Fremdkörpers ist abhängig von seiner Größe und der Eindringtiefe. PM10 kann beim Menschen in die Nasenhöhlen, PM2.5 bis in die Bronchien und in die Lungenbläschen, ultrafeine Partikel sogar bis in das Lungengewebe oder den Blutkreislauf eindringen. Gesundheitliche Folgen sind Entzündungen, verstärkte Allergiesymptome, ebenso wie Herz- und Kreislauferkrankungen.

Grenzwerte

Seit dem 1. Januar 2005 gelten europaweite Grenzwerte für die Feinstaubfraktion PM10, um die menschliche Gesundheit zu schützen. Die EU-Richtlinien legen einen Tagesgrenzwert von 50 µg/m3 fest, welcher nicht öfter als 35 Mal im Jahr überschritten werden darf. Der zulässige Jahresmittelwert beträgt 40 µg/m3. Für PM2.5 besteht ein europaweiter Zielwert von 25 µg/m3 im Jahresmittel, der bereits seit dem 1. Januar 2010 eingehalten werden sollte. Seit dem 1. Januar 2015 ist der Wert verbindlich einzuhalten. Eine Überschreitung des P2M2.5 Jahresmittelwertes ist ab dem 1. Januar 2020 nicht mehr zulässig.