Masterarbeit von Jeanette Wachter

Viele Bäume nutzen den Wind um in der Blütezeit ihre Pollen zu verbreiten. Durch die Bewegungen in der Atmosphäre können sie bis zu mehrere tausend Kilometer transportiert werden. Doch die Verbreitung ist abhängig von meteorologischen Bedingungen, wie Temperatur, Windgeschwindigkeit, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag. Woher kommen also die Pollen, die auf dem Gelände der JG Universität Mainz in einem Pollensampler gesammelt werden? Dies untersucht ein Kooperationsprojekt zwischen den Forschern an der Universität Mainz, dem Max – Planck – Institut für Chemie und dem Institut i3mainz der Hochschule Mainz.

Zu diesem Zweck wurden die Luftbewegungen in der Atmosphäre durch ein Langrange’sches Partikel - Ausbreitungsmodell berechnet. In dieser Masterarbeit wurde untersucht, ob eine Korrelation zwischen der gemessenen Pollenmenge und der so simulierten räumlichen Luftbewegungen unter Berücksichtigung der gefallenen Niederschläge und der Gebiete mit relevanten Pflanzenbestände hergestellt werden kann. Dies war exemplarisch an einer Baumart umgesetzt worden.

Hierfür müssen die Trajektorien der einzelnen Luftpakete genauer untersucht werden. Fand auf dem Weg des Luftpakets ein Regenereignis statt, dann ist davon auszugehen, dass alle Pollen hierdurch auf die Erde ausgewaschen werden. Die Gebiete vor dem Regenereignis sollen daher nicht in die Analyse der Überfluggebiete mit einbezogen werden. In einer anschließenden Analyse wird untersucht, wie viele Luftpakete im Untersuchungszeitraum die Gebiete der bestimmten Baumart querten und dort die Pollen der Bäume aufnehmen konnten. Unter Berücksichtigung der Anzahl der Luftpakete und der Größe des Bestands der entsprechenden Baumart ist das Ziel der Analyse eine Aussage zu treffen, ob die modellierten Daten mit den real gesammelten Werten korrespondieren.

Die im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Methode umfasst die folgenden Schritte:

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