Masterarbeit von Jeanette Wachter

Inhaltlich ist diese Masterarbeit in das Forschungsprojekt „BANG - Bioaerosol Analysis Network and Geoinformatics“ eingebunden, ein Kooperationsprojekt des i3mainz – Institut für raumbezogene Informations- und Messtechnik, mit den Instituten für Allgemeine Botanik und für Physik der Atmosphäre der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz. Ein Schwerpunkt bildet den Vergleich von gemessenen Konzentrationen der Bioaerosole mit numerisch modellierten Daten zur Ausbreitung der Teilchen. Die Biologen arbeiten hierbei mit einem Pollensammler (einem Sampler). Dabei fällt auf, dass der gemessene Wert einer Art in einer Woche hoch ist, dann wieder gleich Null und später wieder ansteigt. Dieses Ergebnis führt zu der Frage, ob sich solch große Sprünge und die Wochen ohne nennenswerten Anteil der untersuchten Baumart anhand der Luftbewegungen erklären lassen.

Luftbewegungen

Am i3mainz wurden vom Team um Prof. Dr. Hartmut Müller die hochgenauen atmosphärischen Modelldaten im geographischen Kontext visualisiert, in Geodatenbanken gespeichert und im Geoinformationssystem analysiert. Ein numerischer Vergleich sollte für die beiden Wochen in der Summe unterschiedliche Flächenwerte liefern, falls eine Korrelation der gesammelten Pollenmenge mit den aus den Wetterdaten berechneten überquerten Gebieten mit größeren Erlenbeständen besteht. Dies war aber nicht der Fall.

Die Berücksichtigung der Deposition von Pollen durch ein Regenereignis könnte eine Verbesserung der Ergebnisse liefern und bildet den Kern der in dieser Arbeit entwickelten Methode. Es wird davon ausgegangen, dass die Luftpakete nach einem Regenereignis keine nennenswerte Pollenmenge mehr transportieren. Daher dürfen die Gebiete, die von einem Luftpaket entlang seines Weges in der Zeitachse, der Trajektorie, vor diesem Ereignis überquert wurden, nicht mehr berücksichtigt werden. Es soll aber nicht die gesamte Trajektorie ausgeschlossen werden, da nach dem Regen noch ein Transport von luftgetragenen Teilchen, wie Pollen möglich ist.

Abbildung links: Darstellung der Herkunft der Luftpakete. Zur bewegten Animation

Inhalt der Masterarbeit