Masterarbeit von Jeanette Wachter

In dieser Arbeit wurde entsprechend den Vorarbeiten im Projekt BANG eine Methode zur geographischen Analyse von Daten des atmosphärischen Ausbreitungsmodells FLEXPART entwickelt. Daran anschließend können mit dem neu entworfenen Arbeitsablauf zur statistischen Analyse der Geodaten verlässliche Aussagen zur Herkunft von Luftmassen und damit einhergehend zur wahrscheinlichsten Herkunft von luftgetragenen Teilchen, wie Blütenpollen, gemacht werden.

Kern der Entwicklung war eine differenziertere Behandlung von Niederschlagsereignissen im Analyseprozess, da das Verhalten der Aerosole durch Regen stark beeinflusst wird. Die detaillierte Betrachtung der Bewegung der einzelnen Luftpakete und die für jedes Luftpaketberücksichtigte Aerosoldeposition durch Niederschlag konnte erfolgreich im Analyseprozess implementiert werden. Dabei bildet der gedachte Weg eines jeden Luftpakets eine Trajektorie im Raum. Fand ein Regenereignis statt, so wurden die Positionen des Luftpakets vor dem Regen nicht in der Analyse berücksichtigt.

Zum Vergleich der hier entwickelten Methode mit der bisherigen, wurden Analysen mit Datensätzen der gleichen Untersuchungszeiträume sowie unter gleichen Bedingungen durchgeführt und die Ergebnisse denen vergangener Berechnungen gegenübergestellt. Im Gegensatz zur bisherigen Methode, führte die hier dargestellte Analyse zu Ergebnissen, die die gleiche Tendenz wie die gemessenen Werte aufweisen. Die Annahme einer verbesserten GIS Analyse durch die differenzierte Berücksichtigung von Regenereignissen, wurde durch die Ergebnisse dieser Arbeit bestätigt. Eine singuläre Kausalität der gesammelten Pollenmenge mit den Bewegungen der Atmosphäre besteht allerdings nicht.

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